Streetfotografie in Groningen
Endlich war ich mal wieder raus mit der Kamera. Groningen war das Ziel. Gemeinsam mit Dennis und Felix machte ich mich am 14.03.2026 morgens auf dem Weg nach Groningen. Nichts ahnend wie der Tag enden würde. Wir trafen uns in der Nähe von Leer, um von dort mit einem Auto den Rest nach Groningen zu fahren. Um kurz nach 10 Uhr waren wir dort und gönnten uns erst einmal einen Kaffee. Der Markt
Da wir an einem Samstag unterwegs waren, gab es den großen Markt auf dem zentralen Platz an der Kirche in Groningen. Märkte sind immer ein tolles Vergnügen. Die Menschen beim Einkauf und den generellen Trubel auf dem Markt zu beobachten, macht im Ausland besonders viel Spaß, da die Märkte häufig anders sind als in Deutschland. Hier schossen wir uns für 20-30 Minuten erst einmal ein. Vorher glückten mir aber noch zwei Fotos auf dem Weg dort hin. Das Wetter lies zu wünschen übrig, aber egal. Wir mussten mit dem klar kommen, was uns an dem Tag geboten wurde. Das Forum
Anschließend machten wir uns auf dem Weg zum Forum. Das Forum ist ein großartiges Gebäude. Es ist Bibliothek, Lernort, Kino, Restaurant und Erlebnisort in eins. Das letzte Mal war ich vor 4 Jahren dort und auch dieses Mal sollte das Forum uns nicht enttäuschen. Wir fokussierten uns auf die Architektur und die Menschen, die dort lernten, lasen oder einfach entspannten. Am Ende ging es rauf auf das Dach, von wo man einen tollen Blick über Groningen hat und mit den Glasfassaden fotografisch spielen konnte.Die Wege dazwischen und nochmal Markt
Nach dem erfolgreichen Besuch im Forum gingen wir etwas essen. Die Wege zum Restaurant und vom Restaurant zum nächsten Ort nutzen wir wie immer, um unsere Umgebung zu beobachten. Es ging auch nochmal zurück zum Markt, wo wir ein weiteres Mal unser Glück versuchten. Durch das alternative Viertel und drumherum
Von einer Einheimischen, die uns in der Kleingruppe beobachtete und interessiert fragte, was wir denn machen würden, erfuhren wir den Weg zu einer Straße mit kleinen Cafés. Sie prieß es als alternatives Viertel an, was den Erwartungen nicht ganz gerecht wurde. Dennoch war es ein interessanter Walk durch die Straße. Danach gingen wir ein bißchen planlos kreuz und quer und versuchten auch hier interessante Foto zu erhaschen. Abruptes Ende mit Überraschung
Um kurz vor 15 Uhr zogen massiv dunkle Wolken auf und das Regenradar verhieß nichts Gutes für die nächsten 45-60 Minuten. Schnell verkrümelten wir uns in ein Café, welches es uns fotografisch schon den ganzen Tag angetan hatte (s. Bild 1). Wir bekamen auch noch die Premiumsitzplätze an der Glasfront. Plötzlich klingelte mein Telefon und meine schwangere Frau informierte mich, dass sie im Krankenhaus war, denn sie hatte einen vorzeitigen Blasensprung. Ich war völlig geschockt, denn damit war heute überhaupt nicht zu rechnen gewesen. Und ich war in Groningen, mindestens 2,5 Stunden würde ich vom Café bis nach Hause brauchen. Der eigentliche Termin war für Mitte April ausgerechnet gewesen. Wir wussten zwar, dass das Kind wohl früher kommen würde, aber doch nicht heute. 1000 Gedanken schossen durch meinen Kopf. Schnell gingen wir zum Auto, fuhren nach Leer zurück, wo ich in mein Auto sprang und Richtung Vechta fuhr. Unterwegs hielt ich stetigen Kontakt mit meiner Frau. Um kurz vor 18 Uhr war ich endlich zu Hause und kurz darauf rief meine Schwiegermutter an, dass ich mich schnell ins Krankenhaus begeben sollte, denn es sei gleich so weit. Ich schaffte alles rechtzeitig und nicht einmal 40 Minuten nach meiner Ankunft im Kreissaal erblickte unsere kleine Tilda gesund und munter das Licht der Welt. Was für ein Tag!Groningen war wieder einmal eine Reise wert. Für uns drei war klar, dass wir das wiederholen sollten, bestenfalls mit etwas sonnigerem Wetter, um ein anderes Flair der Stadt zu erhaschen. Jeder der die Möglichkeit hat mal nach Groningen zu fahren, dem empfehle ich diese kleine aber sehr interessante Stadt wärmstens.